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Projektinfos

Der Naturbau-Campus bezeichnet ein Pilotprojekt, das sich um Forschung, Bildung und die Erhöhung der Wertschöpfung regionaler und nachwachsender Rohstoffe kümmert. Es wird finanziert über das Förderprogramm „Unternehmen Revier“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz und verfolgt schwerpunktmäßig drei Ziele:

  • Erschließung neuer Wertschöpfungsketten im Bereich „nachhaltiges Bauen“
  • Aufbau eines Netzwerks zur Schaffung von Synergien und Innovationen mit nachwachsenden und regionalen Rohstoffen im hochwertigen Bau
  • Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen und Weiterqualifizierung von Auszubildenden, Studierenden und Mitarbeiter/innen im Bausektor zu nachhaltigen regionalen Bau- und Rohstoffen

Im Landkreis Nordsachsen werden nachwachsende Rohstoffe, wie Hanf, Stroh und Holz angebaut. Weiterhin kommen Lehm und Kaolin als natürliche Rohstoffe vor und werden regional abgebaut. Ziel des Projektes ist es, mit den natürlich vorkommenden als auch den regional nachwachsenden Rohstoffen, die Wertschöpfungskette „nachhaltiges Bauen“ aufzubauen.

Ein Schlüssel für den Aufbau der Wertschöpfungskette „nachhaltiges Bauen“ wird in der Bildung und der Auseinandersetzung mit den regional natürlich vorkommenden Rohstoffen gesehen. Mit dem Naturbau-Campus soll ein Bildungszentrum für verschiedene Interessengruppen zum nachhaltigen Bauen entstehen. Es sind Weiterbildungen, Qualifizierungen und Veranstaltungen für Mitarbeiter und Auszubildende von Unternehmen, für Neu- und Quereinsteiger sowie für Fachkräfte im Bau, insbesondere auch für Bauingenieure und Architekten geplant.

Der Naturbau-Campus soll als Kompetenzzentrum dienen, das Behörden zur Seite steht, um Bauämter und Bauträger zu sensibilisieren. Dabei geht es um die Themen „Klimaneutrales bilanzieren und bauen“, „CO2-Vermeidung und Bindung“, „Anregung zur Sanierung statt Neubau“ und die „Spezialisierung auf nachhaltigen-CO2-negativen Neubau aus nachwachsenden Rohstoffen“.

Ein zweiter Schlüssel zum Aufbau der Wertschöpfungskette „nachhaltiges Bauen“ besteht in der Erforschung, Erprobung und Anwendung innovativer Verfahren und Produkte, die am Bau und in der Sanierung und auch bei der nachhaltigen Erhaltung denkmalgeschützter Bausubstanz unter Einbeziehung nachwachsender und regional vorkommender Rohstoffe entwickelt werden.

Unser Projekt eröffnet neue Chancen für kurze Wege und sichere Lieferketten. Gleichzeitig trägt es den UN-Nachhaltigkeitszielen Rechnung. Ziel ist es, mit Hilfe des Netzwerkmanagements neue, innovative Symbiosen auf den Weg zu bringen.

Träger des Naturbau-Campus ist der Verein Bildungswerk für nachhaltige Entwicklung e.V. Der Verein wurde 2020 in Oschatz gegründet und verfolgt das Ziel, den Naturbau-Campus als Zentrum für Umweltbildung, Klimaschutz und Denkmalschutz und -pflege sowie Bildung und Forschung aufzubauen.

Der Naturbau-Campus verfolgt zusammengefasst folgende Ziele:

  • Beitragen zur Umsetzung der Sustainable Development Goals (SDGs)
  • Einleiten und Unterstützung der Trendwende „Nachhaltiges Bauen“
  • Aufbau einer neuen Wertschöpfungskette „nachhaltiges Bauen“
  • Etablierung kurzer und sicherer Lieferketten
  • Sicherung und Eröffnung neuer Wachstumschancen beteiligter Unternehmen
  • Entwicklung innovativer Verfahren und Produkte für den Bau und die Denkmalsanierung
  • Ausrichtung der Unternehmen auf ökologische Trendwende (CO2 Einsparung) und Stärkung des Ressourcenschutz
  • Qualifizierung und Weiterbildung von Mitarbeitern und Auszubildenden im Bereich „nachhaltiges und ökologisches Bauen“
  • Sensibilisierung von Verwaltungsmitarbeitern, Architekten und Gutachtern für das Thema nachhaltiges und ökologisches Bauen

Info zu Projektförderung:

Über das Modellvorhaben UNTERNEHMEN REVIER

Mit dem Bundesmodellvorhaben UNTERNEHMEN REVIER leistet das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gemeinsam mit regionalen Partnern seit 2017 einen aktiven Beitrag für den Strukturwandel in den vier deutschen Braunkohleregionen. Mit den zur Verfügung stehenden Fördermitteln sollen innovative und umsetzungsorientierte Projekte zur Gestaltung des Strukturwandels gefördert werden. Für die Umsetzung im Mitteldeutschen Revier sind als Regionalpartner die Europäische Metropolregion Mitteldeutschland und als Abwicklungspartner der Burgenlandkreis verantwortlich.

Weitere Informationen sind unter https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Artikel/Energie/modellvorhaben-unternehmen-revier.html zu finden.